Pyodermie
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PyodermieL08.00

Definition

Primär durch Eitererreger (v.a. Staphylo- u. Streptokokken) hervorgerufene akute oder chronische Infektion der Oberhaut (Impetigo contagiosa) und ggf. auch der verschiedenen Hautanhangsgebilde (Infektion der Haarfollikel = Follikulitis; Infektion der Nagelorgane = Paronychie; Infektion der Schweißdrüsen = Hidradenitis). Dabei kommt es zu Eiterausschlägen und zur überlagernden Schuppen- und Krustenbildung.

Einteilung

Therapie

Systemische Antibiose nach Antibiogramm.

Therapie allgemein

 Cave! Schmierinfektionen durch Läsionen oder Verbände. Desinfektion der Gebrauchsgegenstände!

Externe Therapie

Lokal antibiotische Salben, z.B. Infectopyoderm, Fucidine, Refobacin, desinfizierende Umschläge oder Bäder, z.B. mit Chinosol (z.B.  R042 ), Octenidin, Betaisodona, ggf. auch gerbende Externa, z.B. Tannolact, Tannosynt. S.a.u. Wundbehandlung.

Hinweis(e)

Abzutrennen sind bakteriell superinfizierte Dermatosen. Hierfür ist der Begriff Impetiginisation vorbehalten.

Literatur

  1. Abeck D et al. (2001) Pyodermiern - Ein interdisziplinäres Problem. Dtsch Ärztebl 98: 2950-2960