Psychodermatologie
Weitere Informationen

Psychodermatologie

Definition

Die Haut unser größtes Organ und wird auf Grund unterschiedlichster psychosomatischer Wechselwirkungen häufig auch als „Spiegel der Seele“ bezeichnet. Erkrankungen der Haut verändern zwangsläufig das äußere Erscheinungsbild des Menschen. Patienten mit Erkrankungen wie z.B. atopischem Ekzem, Urtikaria oder Akne vulgaris fühlen sich entstellt, hässlich, ziehen sich sozial zurück. Ihre gesundheitsbezogene Lebensqualität ist vermindert, und es treten bei ca. 1/3 der Betroffenen zusätzlich psychische Störungen wie z.B. Depressionen oder Ängste auf.

Einteilung

Nach dem gültigen Einteilungsprinzip gliedern sich die Schwerpunkte der Psychodermatologie (psychosomatischen Dermatologie) in 3 Gruppen:

Hinweis(e)

In der Dermatologie verordnete Medikamente können ebenfalls psychiatrische Nebenwirkungen induzieren:

  • Depressionen(Antihistaminika, Glukokortikoide, Cyproteronacetat, Isotretinoin)
  • Verwirrtheit (Antihistaminika, Glukokortikoide)
  • Psychosen (Dapson, Glukokortikoide, Antimalariamittel, UV-Therapie)
  • Affektive Störungen (Methotrexat)

      

Literatur

  1. Taube KM et al. (2014) Psychodermatologie. Akt Dermatol 40: 363-371